Microsoft Geschwindigkeitstest langsam: Ursachen erkennen und Internet optimieren
Niedrige Werte beim Microsoft Geschwindigkeitstest können durch WLAN, Router, Auslastung oder den Anbieter entstehen. Dieser Leitfaden erklärt die Prüfung und Optimierung.
Was zeigt ein Microsoft Geschwindigkeitstest?
Ein Microsoft Geschwindigkeitstest beziehungsweise ein über Microsoft-Dienste gestarteter Internettest misst typischerweise Download, Upload und Latenz. Der Download beschreibt, wie schnell Daten zu Ihrem Gerät gelangen. Der Upload zeigt die Geschwindigkeit beim Senden von Dateien, Bildern oder Videodaten. Die Latenz gibt an, wie lange ein Datenpaket für den Weg zum Testserver benötigt.
Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme. Es kann von der gewählten Testseite, dem Standort des Servers, der Tageszeit und dem verwendeten Gerät abhängen. Für eine belastbare Einschätzung sollten Sie mehrere Messungen unter vergleichbaren Bedingungen durchführen.
Ursache 1: WLAN beeinflusst das Messergebnis
Eine schwache oder überlastete WLAN-Verbindung ist eine häufige Ursache für niedrige Werte. Große Entfernungen zum Router, mehrere Wände, benachbarte Funknetze und Bluetooth-Geräte können die Übertragung stören. Besonders im 2,4-GHz-Band kommt es in dicht besiedelten Gebäuden häufiger zu Interferenzen.
So prüfen Sie die WLAN-Ursache
Führen Sie denselben Test zunächst über ein Netzwerkkabel durch. Liegt der Download per Kabel deutlich höher als über WLAN, liegt die Einschränkung wahrscheinlich im Funknetz und nicht beim Anschluss. Testen Sie außerdem verschiedene Räume und vergleichen Sie das 2,4-GHz- mit dem 5-GHz-Band.
Ursache 2: Router oder Heimnetz ist überlastet
Ein Router kann durch viele gleichzeitig verbundene Geräte, laufende Downloads, Cloud-Synchronisationen oder Streaming belastet werden. Veraltete Firmware, hohe Gerätetemperaturen oder ein älteres WLAN-Modul können ebenfalls die Geschwindigkeit und Stabilität reduzieren.
So prüfen Sie Router und Heimnetz
Beenden Sie vorübergehend große Übertragungen und pausieren Sie automatische Sicherungen. Starten Sie den Router neu, prüfen Sie verfügbare Firmware-Updates und wiederholen Sie den Microsoft Geschwindigkeitstest mit nur einem aktiven Testgerät. Bleibt die Leistung auch per Kabel niedrig, sollte zusätzlich der Anschluss geprüft werden.
Ursache 3: Der Anschluss erreicht seine erwartete Leistung nicht
Bei DSL hängt die tatsächliche Geschwindigkeit unter anderem von der Leitungslänge und der Qualität der Kupferleitung ab. Bei Kabelanschlüssen kann die gemeinsame Netzsegment-Auslastung die Werte zu bestimmten Zeiten beeinflussen. Glasfaser bietet grundsätzlich hohe Reserven, aber auch dort können Hausverkabelung, Endgerät oder ein Problem beim Anbieter die Messung begrenzen.
Vergleichen Sie das Ergebnis mit den technischen Angaben Ihres Vertrags, ohne einzelne Messungen als verbindlichen Nachweis zu betrachten. Mehrere Messungen zu unterschiedlichen Zeiten liefern eine bessere Grundlage für die Kommunikation mit dem Anbieter.
Ursache 4: Tageszeit und Netzauslastung verändern die Werte
Am Abend nutzen viele Haushalte gleichzeitig Videostreaming, Spiele, Videokonferenzen und Cloud-Dienste. Dadurch können sich Engpässe im Zugangsnetz oder beim Testserver bemerkbar machen. Ein deutlicher Einbruch nur zu Stoßzeiten spricht eher für Auslastung als für einen dauerhaft falsch konfigurierten Router.
So erkennen Sie zeitabhängige Schwankungen
Führen Sie Messungen morgens, nachmittags und abends durch. Notieren Sie Uhrzeit, Verbindungstyp, Gerät, Download, Upload und Latenz. Wiederholt sich das gleiche Muster über mehrere Tage, haben Sie eine nachvollziehbare Messreihe für die weitere Prüfung durch den Anbieter.
Ursache 5: Testgerät oder Software bremst die Verbindung
Ein ausgelasteter Prozessor, zu wenig Arbeitsspeicher, Hintergrund-Updates oder ein aktiver VPN-Dienst können das Ergebnis verfälschen. Auch Browser-Erweiterungen, Sicherheitssoftware und parallele Anwendungen können zusätzliche Last erzeugen. Bei älteren Smartphones und Laptops ist häufig nicht der Internetanschluss, sondern das WLAN-Modul der begrenzende Faktor.
Schließen Sie nicht benötigte Programme, deaktivieren Sie einen VPN-Dienst testweise und nutzen Sie einen aktuellen Browser. Vergleichen Sie anschließend ein zweites Gerät und, wenn möglich, eine kabelgebundene Verbindung.
Ursache 6: Der gewählte Testserver passt nicht optimal
Geschwindigkeitstests senden Daten zu einem bestimmten Server. Befindet sich dieser weit entfernt oder ist er stark ausgelastet, kann die Latenz steigen und der Download niedriger ausfallen. Das Ergebnis beschreibt dann nicht ausschließlich die Qualität der letzten Meile zwischen Router und Anbieter.
Wiederholen Sie den Test mit einer anderen seriösen Messseite oder einem anderen verfügbaren Server. Für eine faire Bewertung sollten Sie die Messungen unter denselben Bedingungen vergleichen und keine einzelnen Spitzenwerte als allgemeine Anschlussgeschwindigkeit verwenden.
So verbessern Sie Download, Upload und Latenz
- Testen Sie zuerst direkt per Netzwerkkabel am Router.
- Trennen oder pausieren Sie Geräte mit großen Downloads und Uploads.
- Platzieren Sie den Router möglichst frei und zentral in der Wohnung.
- Verwenden Sie für kurze Distanzen das 5-GHz-WLAN und prüfen Sie den Funkkanal.
- Aktualisieren Sie Router-Firmware, Browser und Betriebssystem.
- Führen Sie mehrere Messungen zu verschiedenen Tageszeiten durch.
- Dokumentieren Sie auffällige Werte mit Uhrzeit und Verbindungstyp.
- Wenden Sie sich mit der Messreihe an Ihren Anbieter, wenn die Abweichung dauerhaft besteht.
Wie Sie das Ergebnis richtig bewerten
Ein einzelner Microsoft Geschwindigkeitstest reicht nicht aus, um einen Anschluss abschließend zu beurteilen. Entscheidend ist, ob die niedrigen Werte reproduzierbar sind und auch bei einer kabelgebundenen Messung auftreten. Ein niedriger Download bei gleichzeitig normalem Upload weist auf eine andere Ursache hin als eine hohe Latenz bei ansonsten guter Bandbreite.
Werden die Werte nur über WLAN schlechter, sollte das Heimnetz optimiert werden. Sind Download, Upload und Latenz zu verschiedenen Zeiten auch per Kabel auffällig, liegt die Ursache eher beim Anschluss, beim Testserver oder beim Anbieter. Weitere Messungen können Sie auch mit dem Internetgeschwindigkeitstest von speedtest.im durchführen.
